Freitag, 7. Oktober 2016

Tag Drei - Markt in Santinyi

Schon sehr zeitig haben wir gefrühstückt und unsere Sachen gepackt, denn immer Mittwoch und Sonnabend  ist Markttag im benachbarten Santinyi.

Bereits vorgestern wurden wir im Hotel auf einen geführten Ausflug hingewiesen, aber weil der Bus direkt vor unserem Hotel hält, kann  man ja auch mit dem Bus fahren. Gut aufgeführt, wann welcher Bus fährt, wie oft und wo er hält, wie lang die Fahrt dauert, da kann ja nichts schief gehen. Außer vielleicht, dass zig andere Urlauber den gleichen Gedanken hatten. 

Mit nur leichter Verspätung kam der Bus und kaum öffneten sich die Türe, schon begann das hauen und stechen.... kaum aber hatte der Bus die erste Hälfte an wartenden aufgesogen, näherte sich ein zweiter Bus, sogar ein großer Gelenkbus, in dem wir dann bequem Platz fanden.
Wir führen also los und sammelten weiter fleißig Urlauber ein. Passierten kleine Häfen, verträumte Örtchen, sahen nette Marktplätze und das alles mehr oder weniger um die Ecke unseres Hotels.
Nach etwa 50 Minuten kollektiven geschauckel, brutalem gebremse und beschleunigen im Rahmen der Möglichkeiten hielten wir an einem unfreundlichen Parkplatz. Wir stiegen aus und folgten blind dem Strom der Lemminge in die Stadt.
Nach wenigen hundert Metern hörten wir handgemachten Rock, und lautes Stimmengewirr.
Ich erwartete einen Markt, wie ich ihn aus unzähligen Mittelmeer-Örtchen kenne:  Ömchen bietet Tomaten und Paprika vom Feld an Carlos die Oliven und Senorita Gonzalez offeriert den besten Ziegenkäse der Insel. Nun, all das gab es, neben Hippies, die Schmuck und Kleidung anboten, Aussteiger, die Bio-Seifen ausstellten, Langharigen mit Batik-Shirts, die Klangschalenmusik spielten. Kurz und gut: im Schatten der beeindruckenden Kirche tummelten sich überall Menschen die ihre Waren und Dienstleistungen anboten und man war erschlagen von den tausenden Angeboten,  aber im positiven Sinne. Wir haben Hüte probiert,  um Handtaschen gefeilscht, und für die Tochter ein Top erhandelt. "Das habe ich mir schon immer gewünscht...". Der Markt lohnt sich, aber das kleine Städtchen ohne die vielen Besucher, an einem normalen und marktfreien Tag, lohnt bestimmt noch mehr.
Im legendären Giovanni L haben wir unseren Durst gestillt und Eis gegessen.  Auch dieses Café kann ich nur empfehlen. Wir saßen natürlich draußen in der Sonne, aber der Gang zum Örtchen lohnt sich, denn die Einrichtung ist liebevoll und mit Blick aufs Detail im Laufe der Jahre zusammen gestellt. So hängen im  Fenster z.B. Glühbirnen gefüllt mit Wasser,  so dass Blumen und Pflanzen daraus wuchsen.
Die Rückfahrt war ähnlich eng und gestaucht wie die Anfahrt, aber aufgrund der Einbahnstraßen ungleich kürzer. Nach ca. 30 Minuten waren wir am Hotel und haben sofort die Strandsachen gepackt.

Ein toller Ausklang am Schnorchelstrand. Wir sind von den Felsen gesprungen und haben die Fische geärgert. Der Oma habe ich Backgammon erklärt und die Tochter hat die Oma gleich mal kalt gemacht

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen